Sabina Martin - Sopran
(dram.-koloratur / jugendl.-dram.)
VITA
Sabina Martin wurde als Kind deutsch- schweizer Eltern in Neapel geboren.
Mit sieben Jahren übersiedelte sie mit ihrer Familie nach Ulm und legte 1987 ihr Abitur ab. Durch ihre italienische Herkunft spricht sie fließend Italienisch, Französisch, Deutsch und sehr gut Englisch.
1988 studierte Sabina Martin am Konservatorium Augsburg bei D. Christ und wechselte 1989 an die Hochschule für Musik Würzburg zu Prof. C. Lehmann. Von 1990-1994 studierte sie als Zweithörerin Romanistik bis zum Vordiplom in Französisch und Italienisch an der Universität Köln und ging 1992 an die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf in die Gesangsklasse von G. Kovacs. 1995 begann sie ein Aufbaustudium bei Prof. K. Widmer an der Musikhochschule Basel und schloss 1998 mit dem Lehrdiplom und Konzertexamen ab. Zunächst wurde sie Mitglied im Opernstudio in Biel/Solothurn und Genf.
Es folgte eine internationale Konzert- und Theaterkarriere in Europa. Sabina Martins Bühnendebut in Bregenz als Susanna (Nozze di Figaro) und weitere lyrische Partien wie Antonia (Hoffmanns Erzählungen), Ilia (Idomeneo), Zaide, Pamina (Zauberflöte), und Micaela (Carmen) sowie zahlreiche Barock Opern u.a. Calisto (Calisto), Poppea (Incoronazione di Poppea), Euridice (Anima del filosofo) und bei den Schwetzinger Festspielen und Montpellier Musique Festival Lucilla (Figlio delle selve) zeigen ihr stimmliches und stilistisches breites Repertoirespektrum. Vom lyrischen Koloratursopran spannte sich der weite Bogen ihrer Stimme mit Partien wie u.a. Gilda (Rigoletto), Primadonna (Viva la mamma), Lucia di Lammermoor, Olympia, über Konstanze (Entührung aus dem Serail) zum dramatischen Koloratursopran zu Donna Anna (Don Giovanni), Luisa Miller, Violetta, (Traviata), Königin der Nacht (Zauberflöte), Giulietta und Stella (Hoffmanns Erzählungen). Mit der Zeit hat sich ihre Stimme ins jugendlich- dramatischen Fach entwickelt und sang u.a. Louise von G. Charpentier, Rusalka, Suor Angelica, Mimi (Bohème), Leonora (Trovatore), Leonore (Fidelio), Elsa (Lohengrin), Armide und Emilia Marty (Sache Makropulos) am Staatstheater Darmstadt.
Für Sabina Martins künstlerische Vielseitigkeit stehen in der Moderne und dem zeitgenössischem Repertoire u.a. A. Bergs Lulu und Marie (Wozzeck). Als Blanche (Streetcar named desire) von A. Previn erreichte sie überregionale Aufmerksamkeit. In Bregenz sang sie die Uraufführung (Paradies oder nach Eden) von N. Forte sowie auf dem Festival Bologna modern 2017 „Medea Material“ von F. Dusapin. Teil ihrer außerge- wöhnlichen Wandlungsfähigkeit sind auch Operetten und Musicalpartien wie Franzi (Wiener Blut), Julia (Vetter aus Dingsda), Sonja (Zarewitsch), Lisa (Land des Lächelns), Giuditta, Josefa (Weisses Rössl), Hoddel (Anatevka) und Jenny (Dreigroschenoper). Sabina Martin hat mit zahlreichen namhaften Regisseuren zusammen gearbeitet, darunter Stephen Lawless, Achim Freyer, Georges Delnon, Philipp Stölzl, Martin Schüler, Vera Nemirova, Tatjana Gürbaca, Sandra Leupold, Mikijel Dijekema, Aron Stiehl, Lorenzo Fioroni, Jochen Biganzoli, Alexander von Pfeil, Andreas Baesler, Jan-Richard Kehl, Thilo Reinhardt und Eva-Maria Höckmayr.
Ausserdem konnte sie mit renommierten Dirigenten wie u.a. Armin Jordan, Stefan Vladar, Christoph Spering, Marcus Bosch, Will Humburg, Gabriel Feltz, Tetsuro Ban und Mihkel Kütson zahlreiche Konzerte und Opern aufführen.
2021/23 sang sie am Theater Lübeck Gertrud (Hänsel und Gretel), Miss Wingrave (Owen Wingrave) und Miss Jessel (Turn of the Screw).
Seit 2022 hat sie Lehraufträge für Gesang an den Hochschulen für Musik Saarbrücken und Karlsruhe und Stimmbildung am Carl Schurz Gymnasium Frankfurt und 2023 Frankfurter Singakademie. 2019 bis 2021 war sie Senior Lecturer für Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg. Seit 2024 unterrichtet sie an der Hochschule für Musik Bozen, dem Conservatorio Claudio Monteverdi in einer Professur.
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